03.11.2008 im Clubraum
Norwegen:
- Fläche: 385.199 qkm
- Einwohner: 4.769.073
- Währung: norwegerische Kronen
Die Atlantikküste ist ca. 25.000 km, mit den Küsten aller Inseln ca. 80.000 km, lang. Norwegen ist ein Königreich, das Staatsoberhaupt ist König Harald V. Norwegen grenzt an Schweden, Finnland und an Russland.
Norwegens Westküste hat ein ausgesprochen mildes und feuchtes Klima. Der Grund ist hierfür der Golfstrom. Die Küste bleibt deshalb auch den gesamten Winter über nahezu eisfrei.
Da wir 2001 auf unserer Reise ans Nordkap aus Zeitmangel Südnorwegen ausklammerten, stand es nun vom 11. bis 28.6.2004 auf unserer Urlaubsliste.
Über Frankfurt, Kassel, Hannover, Hamburg und Lübeck geht es auf die Insel Fehmarn. Von Puttgarden bringt uns die Fähre nach Rodbyhavn in Dänemark. Von Helsingor setzen wir erneut mit der Fähre nach Helsingborg in Schweden über. Weiter geht es an der Westküste von Schweden entlang nach Norwegen.
Oslo lassen wir links liegen und fahren weiter nach Lillehammer. Lillehammer war 1994 Austragungsort der Olympischen Winterspiele.
Über die 80 km lange und ca. 1000 bis 1200 m hoch liegende holprige Passtraße „Peer Gynts Veien“ geht es von Tretten weiter nach Alesund unser nördlichstes Ziel.
Alesund hat den größten Fischereihafen Norwegens. Die Innenstadt liegt auf 3 Inseln. Sie wurde nach einem Brand 1904 wieder komplett im Jugendstil errichtet.
Über den Trollstigen, der nur kurze Zeit geöffnet ist, geht es an den Geirangerfjord. Touristen, die wir unterwegs und auf Campingplätzen treffen, rühmen ihn als absoluten Höhepunkt.
Über Lom und das Sognefjellgebirge erreichen wir Flam. Die Flambahn ist eine 1944 eröffnete Seitenlinie der Bergenbahn. Auf nur 20 km winden sich die Gleise vom Fjord durch 20 Tunnel 866m hoch zum südlich gelegenen Myrdal. Ganze 18 dieser Tunnel wurden von Hand durch die Bergmasse getrieben.
Das Dorf Heddal wäre wohl in keinem Reiseführer erwähnt, stünde hier nicht eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Telemark, die größte Stabkirche Norwegens, 26m hoch. In ihrem ältesten Teil um 1250 erbaut, wurde sie schon 100 Jahre später zu der Größe erweitert, in der sie heute dasteht, eine gotische Kathedrale in Holz. Nachdem sie mehrmals modernisiert wurde, versetzte man in den 50 Jahren den Innenraum nach alten Zeichnungsvorlagen wieder in den mittelalterlichen Zustand zurück.
Ein weiteres Ziel in der Telemark ist der Telemarkkanal. 18 Schleusen, deren Tore teilweise noch von Hand betrieben werden, sind auf der 105 km langen Strecke zu passieren. Immerhin gibt es einen Höhenunterschied von 72 m zu überwinden.
Weiter führt uns der Weg an der Ostküste entlang nach Krageroe, Risor, Arendal und Mandal.
Risor, ein blitzsauberes Städtchen, mit steilen, schmalen Gassen und gepflegten, weißen Patrizierhäusern, wird gern als „Cannes des Nordens“ bezeichnet. Nachdem die kleine Stadt 1861 fast vollständig einem Brand zum Opfer gefallen war, wurde sie schöner denn je wieder aufgebaut, erneut wieder ganz aus Holz.
Arendal, eine schmucke Stadt, ist auf sieben Inseln erbaut. Für die Erhaltung der bunten Holzhäuser und verwinkelten Gassen im Altstadtviertel Tyholmen gewann Arendal 1992 den Europäischen Denkmalschutzpreis.
An der Südspitze der Halbinsel Lindesnes markiert ein dicker, rot-weißer Leuchtturm den südlichsten Punkt des norwegischen Festlands.
Evje, im südlichen Setesdal gelegen, wartet mit einem Mineral Park auf. In 175m langen, in den Fels gehauenen Stollen, werden Mineralien und Kristalle von unvergleichlicher Schönheit auf höchst eindrucksvolle Weise präsentiert.
Weiter geht unsere Fahrt durch das nördliche Setesdal in steilem Serpentinenanstieg bis in Hochgebirgsregionen hinauf, umgeben von schneebedeckten Bergen, kargen buckeligen Landschaften mit Seen, Tümpeln und windgepeitschten Krüppelkiefern.
Auf dem Weg talabwärts machen wir Halt, vor dem von außen unscheinbaren Kirchlein in Bykle aus dem Jahr 1613. Man sollte nicht vorbeifahren, ohne einen Blick auf sein ungewöhnlich farbenfroh bemaltes Inneres geworfen zu haben.
Über Haukeliseter Richtung Westen erreichen wir Haugesund und Arsvagen an der Ostküste. Die Fähre bringt uns über den Boknafjord nach Mortavika und Stavanger.
Eine der landschaftlich eindrucksvollsten Straßen Norwegens, der „Nordseeweg“, führt von Egersund nach Flekkefjord. Man sollte für die nur 66 km mindestens zwei bis drei Stunden Fahrzeit einkalkulieren. Zum einen auf Grund der vielen zum Teil haarsträubenden Kurven, zum anderen wegen der phantastischen Aussichtspunkte. Die starken Steigungen und Gefällestrecken der schmalen Straße, zusätzlich gespickt mit Haarnadelkurven, erfordern allerdings fahrerische Sicherheit.
Da uns Städte nicht anziehen, umfahren wir auf dem Heimweg wieder Oslo. Über Schweden, Dänemark, diesmal nicht mit der Fähre, sondern über die mautpflichtige Öresundbrücke, geht es von Malmö nach Kopenhagen und zurück nach Deutschland.
